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Photovoltaik in Deutschland: Boom-Branche für den Field Service

Wolff
Constanze Wolff
8 März 2022

Deutschland gehört im weltweiten Vergleich – neben China, den USA und Japan – zu den führenden Ländern bei der Nutzung von Photovoltaik zur Stromerzeugung. Woran das liegt und was das für die Field-Service-Branche bedeutet, verrät der folgende Beitrag.

Jeden Tag liefert die Sonne mehr als das 5.000-fache des weltweiten Energiebedarfs – diese Energiequelle steht uns unbegrenzt und emissionsfrei zur Verfügung. Darüber hinaus ist Photovoltaik (PV) ein echter Alleskönner: Mit ihr kann nicht nur Strom, sondern auch Wärme erzeugt werden (Solarthermie). Deshalb spielt Photovoltaik eine bedeutsame Rolle bei der Umsetzung nationaler und internationaler Energieziele.

Deutschland wird klimaneutral

Im Klimaschutzgesetz von 2021 hat die Bundesregierung festgelegt: Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden. Damit dieses Ziel erreicht wird, soll der Treibhausgas-Ausstoß bis 2030 um 65 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 gesenkt werden, bis 2040 um mindestens 88 Prozent. Der Expertenrat für Klimafragen wird diese Entwicklung kontinuierlich beobachten und alle zwei Jahre ein entsprechendes Gutachten erstellen.

Will Deutschland seinen gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Energien decken, ist ein massiver Ausbau der Photovoltaik erforderlich: Im Mittel müssen pro Jahr 13 bis 21 Gigawatt Photovoltaikleistung installiert werden. Aktuell (Ende 2021) sind in Deutschland PV-Module mit einer Nennleistung von 59 Gigawatt, verteilt auf über zwei Millionen Anlagen, installiert – sie produzieren 9,1 Prozent des nationalen Bruttostromverbrauchs. Das Wachstumspotenzial ist also enorm.

Photovoltaik boomt

Nach einem massiven Einbruch der PV-Branche aufgrund der schrittweise sinkenden Einspeisevergütung befinden wir uns aktuell in einer neuen Boom-Phase. Dieser Boom hat  – neben dem Klimaschutzgesetz – mehrere Gründe, einer davon ist die zunehmende Leistungsfähigkeit von PV-Anlagen: Moderne Module haben eine deutlich höhere Energieausbeute und benötigen daher weniger Fläche. Keine andere Energietechnologie ist in jüngster Zeit so schnell preiswerter geworden wie die Photovoltaik: Die Preise für Anlagen zur Montage auf dem Dach sind seit 2006 um knapp 70 Prozent gefallen. Insgesamt sind die Kosten für die Produktion von Strom aus Photovoltaik zwischen 2010 und 2019 um 82 Prozent gesunken – und damit immer öfter unter die Kosten für die Produktion von Strom aus fossilen Kraftwerken.

Diese niedrigen Stromerzeugungskosten machen nicht nur die Selbstversorgung mit Solarstrom attraktiv: Immer mehr Unternehmen leisten einen Beitrag zu Klimaschutz und Mitarbeiterzufriedenheit, indem sie in eigene Photovoltaik-Anlagen, einen elektrifizierten Fuhrpark und Ladepunkte für die Belegschaft investieren. Denn auch der Ausbau der Elektromobilität führt bei einer umweltbewussten Klientel zu einer erhöhten Nachfrage nach Strom aus erneuerbaren Energien.

Field Service ist gefordert

Für den Field Service steckt hier enormes Potenzial: Obwohl PV-Anlagen prinzipiell als relativ wartungsarm gelten, sollten sie regelmäßig überprüft werden, um Leistungseinbußen oder Ausfällen vorzubeugen. In vielen Versicherungspolicen ist eine solche Wartung für den Erhalt des Versicherungsschutzes vorgeschrieben, für die Betreiber von gewerblich genutzten Anlagen ist sie sogar Pflicht. Ist in der Versicherungspolice nichts festgelegt, empfiehlt es sich, die Anlage – abhängig von äußeren Einflüssen und individuellen Standortbedingungen – alle zwei bis vier Jahr zu überprüfen. Ein professioneller Dienstleister behält die Wartungsintervalle im Blick und übernimmt die fachkundige Sicht- und Funktionsprüfung sämtlicher Komponenten – von der Verkabelung über Wechselrichter und Generatoranschlusskästen bis zum Batteriespeicher. Damit dabei garantiert nichts vergessen wird, setzen viele von ihnen auf eine Field-Service-Management-Software wie Praxedo: Diese sorgt nicht nur für eine optimierte Einsatz- und Tourenplanung, sondern stellt auch sicher, dass die im Wartungsvertrag festgelegten Intervalle eingehalten werden und der Servicetechniker alle zur Anlage passenden Ersatzteile im Auto hat. Individuelle Checklisten sorgen dafür, dass vor Ort kein Wartungsschritt vergessen wird, Wartungsprotokolle und Rechnungen sind unmittelbar nach Fertigstellung des Auftrags für alle Beteiligten verfügbar. Besser lässt der Boom sich nicht bewältigen.