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Tourenplanung im Außendienst: Komplexer seit dem Heizungsgesetz
Tourenplanung im Außendienst: Komplexer seit dem Heizungsgesetz
Das Wichtigste in Kürze
- Das Gebäudemodernisierungsgesetz gilt seit dem 29. Juli 2026 und hebt die bisherige 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien auf.
- Kunden wählen jetzt wieder frei zwischen verschiedenen Heiztechnologien, statt eine vorgegebene Lösung zu bekommen.
- Beratungstermine dauern dadurch verschieden lang und brauchen unterschiedliche Fachkompetenz.
- Starre Tourenplanung nach reiner Distanz reicht dafür nicht mehr aus.
- Eine intelligente Tourenplanung verbindet Termindauer und Technikerkompetenz in einer Ansicht.
Durch die Änderung des Heizungsgesetzes werden Beratungstermine wieder komplexer. Was bedeutet das für die Termin- und Tourenplanung in SHK-Betrieben? Wir zeigen, wie intelligente Software den Außendienst unterstützen kann, wenn die klassische Planung an Grenzen stößt.
Was hat sich durch das Heizungsgesetz für SHK-Betriebe verändert?
Das Gebäudemodernisierungsgesetz löst das bisherige Heizungsgesetz ab und streicht die 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien beim Heizungstausch, wie der Fachverband SHK NRW bestätigt. Kunden wählen jetzt wieder frei zwischen Wärmepumpe, Hybrid, Fernwärme, Biomasse, Gas und Öl.
SHK-Betriebe melden dadurch mehr Beratungsaufwand und mehr Erklärungsbedarf, wie handwerk.com berichtet. Wie das Fachportal SI-SHK ergänzt, wird die Kundenberatung beim Heizungstausch immer wichtiger. Nicht die Zahl der Termine steigt also, sondern ihre Komplexität.
Warum wird die Tourenplanung dadurch komplizierter?
Klassische Tourenplanung rechnet mit ähnlich langen Terminen und optimiert vor allem nach Distanz. Das funktionierte, solange die Lösung meist vorgegeben war. Die Gesetzesänderung erzeugt nun einen höheren Beratungsbedarf bei Kunden, und dieser Bedarf zeigt sich schnell in der Tourenplanung.
Während ein Techniker bei manchen Kunden sechs verschiedene Optionen erklärt, handelt es sich bei anderen Kunden um eine kurze Rückfrage. Die benötigte Zeit ist dabei völlig unterschiedlich. Einer Route, die pauschal nach Kilometern plant, fehlen automatisch die richtigen Zeitpuffer für längere Beratungen.
Wie viel Zeit unoptimierte Prozesse in der Praxis kosten können, zeigen viele unserer Kunden, auch aus der SHK-Branche: Bei baupart in Bottrop vergingen früher bis zu 14 Tage, bis ein handschriftlicher Bericht im Büro ankam.
„Heute haben wir den fertigen Bericht inklusive Fotos und Unterschrift sofort nach Abschluss des Einsatzes im System. Das hat unsere Liquidität und Kundenzufriedenheit massiv gesteigert.“
– Annika Amberg, Abteilungsleitung baupart GmbH
Auch Termine, die nicht zur Route passen, erzeugen Verzug. Und das direkt am Tag selbst:
- Die Disposition muss kurzfristig Rückfragen vom Techniker, der schon unterwegs ist, beantworten.
- Kunden warten auf eine Rückmeldung.
- Überstunden im Außen- und Innendienst sammeln sich an.
Welche Kriterien muss eine gute Tourenplanung jetzt erfüllen?
Aus unserer Erfahrung lassen sich drei klare Anforderungen für das Tool ableiten, mit dem die Tourenplanung gemacht wird:
- Es berücksichtigt unterschiedliche Termindauern: Den Unterschied zwischen einem Beratungstermin zur Technologiewahl und einem Wartungstermin sollte die Route von Anfang an einplanen.
- Es ordnet Fachkompetenz dem richtigen Termin zu: Nicht jeder Techniker kennt sich mit Wärmepumpen und Fernwärme gleich gut aus. Eine gute Dispositionssoftware berücksichtigt die Fähigkeiten und Kenntnisse schon bei der Zuordnung der Termine.
- Es passt sich bei kurzfristigen Planänderungen automatisch an: Sagt ein Kunde kurzfristig ab oder kommt ein dringender Fall dazu, muss die Route sich automatisch neu ordnen. Handarbeit kostet an dieser Stelle wertvolle Zeit.
Wie sieht das im Arbeitsalltag aus?
In der Praxis heißt das: Eine intelligente Tourenplanung kennt zu jedem Termin die geschätzte Dauer, die passende Fachkompetenz und die Dringlichkeit. Ändert sich der Tag, berechnet das System die Route neu, statt dass die Disposition jeden Termin von Hand verschiebt.
Im Endeffekt ist der realistische Tagesplan eine verlässliche Angabe für alle: Techniker wissen, dass sie pünktlich vor Ort sind und angemessen viel Zeit für ihre Kunden haben. Und die Kunden bekommen verlässliche Termine ohne Wartezeiten. Die Beratung selbst wird so variabler und dem Kundenanliegen angemessen.
Wie die Zuteilung der Termine selbst gelingt, zeigt der nächste Beitrag dieser Reihe zur Dispositionssoftware.
Die Tourenplanung, die Termindauer und Fachkompetenz von Anfang an mitdenkt, zeigen unsere Experten Ihnen gern im persönlichen Gespräch.
FAQ: Tourenplanung im Außendienst
Wie kann mich Praxedo bei der Tourenplanung unterstützen?
Praxedo ordnet mehrere Termine eines Tages automatisch so an, dass Fahrzeit, Termindauer und Fachkompetenz zusammenpassen.
Können Techniker die Tourenplanung auch unterwegs auf dem Tablet einsehen?
Ja, Praxedo zeigt die Tagesroute in einer mobilen App, sodass Techniker Änderungen in Echtzeit sehen, ohne im Büro anrufen zu müssen.
Wie wird die unterschiedliche Beratungsdauer bei Praxedo berücksichtigt?
Indem die Software jedem Termin von vornherein eine realistische Dauer zuordnet, statt pauschal mit einer Standardzeit zu rechnen.
Wie viel Zeit lässt sich durch smarte Tourenplanung sparen?
Das hängt vom Ausgangszustand des Betriebs ab. Wer bisher ohne systematische Planung arbeitet, hat in der Regel den größten Spielraum.
Eignet sich Praxedo auch für kleinere SHK-Betriebe?
Ja. Kleine Teams profitieren vor allem, weil dort jeder Fehltermin unmittelbar auffällt und schwerer aufzufangen ist.
Lässt sich Tourenplanung mit Dispositionssoftware verbinden?
Ja, idealerweise laufen beide auf derselben Datenbasis, damit Reihenfolge und Zuordnung zusammenpassen, statt getrennt gepflegt zu werden. Genau das ist es, was Praxedo anbietet.
Was kostet eine Tourenplanungslösung wie Praxedo?
Die Kosten hängen von Teamgröße, Funktionsumfang und Vertragslaufzeit ab. Die Praxedo-Preisübersicht hilft für eine erste Einordnung, bei der konkreten Entscheidung beraten wir Sie.
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