Apr 24

Techniker im Außendienst: Was muss man von der neuen Generation Y erwarten?

Gepostet von : Kieran Le Peron / Etiketten : , ,

Techniker im Außendienst: Was muss man von der neuen Generation Y erwarten?

Als „Generation Y“ bezeichnet man heute alle diejenigen, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurden. Sie treten seit einigen Jahren gehäuft in den Arbeitsmarkt ein, vor allem die technischen Berufe sind hier betroffen.
 
In der Presse genießt diese Generation einen schlechten Ruf. Sie wird als sehr fordernd gegenüber Arbeitgebern wahrgenommen, wollen einen Sinn in ihrer Arbeit sehen, sind schwer zu steuern, wollen eine ausgewogene Work-Life-Balance, sind wenig loyal und wechseln schnell zu lukrativeren Angeboten.
 
All das ist nicht zwingend falsch, aber die Generation Y hat auch ganz eigene Qualitäten und kann ein echter Motor für Innovation in Unternehmen sein. Internationale Konzerne wie Google, Facebook, Apple oder Amazon beschäftigen sehr viele junge Menschen und das mit großem Erfolg.
 
Im Dienstleistungssektor ist die Generation Y gerade dabei, Arbeitsweisen grundlegend zu verändern. Sie sind mit ihren Kompetenzen, ihrer Sensibilität, ihren Fähigkeiten, ihrem Wissen und ihrer Verbundenheit mit den neuen Technologien ein fester Bestandteil von Unternehmen.
 
Was hat man davon zu erwarten?

Die Nutzung neuer Technologien im Dienstleistungssektor steigern

Noch zu oft finden neue Technologien im Dienstleistungssektor keine Anwendung. Das galt vielleicht früher mal. Heute ist das nicht mehr der Fall. Das hängt vor allem mit steigenden Zahl junger Techniker in Unternehmen zusammen. Die Generation Y will technisch up-to-date sein und mit den neuesten IT-Tools Einsätze effizient und komfortabel durchführen. Sie drängen Dienstleister, immer mehr neue Technologien einzusetzen. Seit 5 oder 6 Jahren fällt besonders die Zunahme von Softwares zur Einsatz- und Tourenplanung, von Smartphones und Tablettes sowie mobiler Apps im täglichen Einsatz auf. Das ist eine gute Nachricht für den Dienstleistungssektor, denn damit verbessert sich die Servicequalität für den Endkunden.
 
Die Einführung neuer Technologien in ein Unternehmen ermöglicht es, die Produktivität und allgemeine Effizienz zu verbessern, einen besseren Überblick über die Aktivitäten zu haben, bessere, auf Daten basierte Entscheidungen zu treffen. Das alles funktioniert natürlich nur, wenn Ihre Mitarbeiter die neuen Tools auch akzeptieren und benutzen.
 
Hier zeigt sich, dass Mitarbeiter der Generation Y ein echter Gewinn für die Einarbeitung anderer Kollegen in neue Tools sind. Sie nutzen oft als erste die neuen Technologien und können älteren Kollegen, die vielleicht dem Wandel zunächst zögerlich gegenüberstehen, die konkreten Vorteile im Alltag aufzeigen. Man nennt dies auch „umgekehrtes Coaching“. Jüngere und ältere Mitarbeiter arbeiten in einer Gruppe. Die Älteren zeigen den Jüngeren, wie der Job fachlich funktioniert, und die Jüngeren zeigen den Älteren, wie die digitalen Tools funktionieren.
 
Die Digitalisierung ist unverzichtbar, wenn Sie die doppelte Eingabe von Daten durch Außendienst und Verwaltung vermeiden, Einsatzberichte in Echtzeit erhalten, eine intelligente Planung erstellen und sicher sein wollen, dass Ihre Techniker im Außendienst alle Informationen haben, die sie für einen beim ersten Besuch beim Kunden erfolgreichen Einsatz brauchen.

Die Kundenbeziehung verbessern

Auf der einen Seite ist die Generation Y von den neuen Technologien begeistert. Auf der anderen Seite hat sie aber auch eine stark professionelle Ausrichtung und legt Wert auf zwischenmenschlichen Kontakt. Eben dieser Kontakt ist für Dienstleister enorm wichtig. Man muss sich vorstellen, dass in den allermeisten Fällen, nur der Außendiensttechniker dem Endkunden direkt gegenüber steht. Der Techniker übernimmt also, ob nun bewusst oder nicht, die Rolle des Botschafters des Unternehmens. Er steht in der ersten Reihe. Daher ist es für Dienstleister besonders interessant, Techniker zu beschäftigen, für die die Beziehung zum Kunden einen großen Stellenwert hat.
 
Wenn man die Techniker noch mit einer branchenspezifischen mobilen App ausstattet, verfügen sie über alle Elemente, um eine maximale Kundenzufriedenheit zu gewährleisten: digitale Dokumente, vorausgefüllte Einsatzberichte, Verfügbarkeit von Ersatzteilen usw. Indem sie also den beruflichen Alltag Ihrer jungen Techniker vereinfachen, geben Sie ihnen gleichzeitig die Möglichkeit, sich noch intensiver um den zwischenmenschlichen Kontakt zu bemühen. Dadurch sehen die Techniker wiederum noch mehr Sinn in ihrer Arbeit.

Die Servicequalität für den Endkunden verbessern

Verstehen Sie mich nicht falsch. Sie sind jung, aber sehr professionell. Die Vertreter der Generation Y verlangen sich selbst viel ab, mehr noch als die Generationen davor. Das ist vielleicht der Grund, aus dem sich unter ihnen die intensivsten und effizientesten Arbeiter befinden, die man aktuell auf dem Arbeitsmarkt finden kann.
 
Sie sind in einer Welt geboren und aufgewachsen, in der sich alles sehr schnell verändert und der Wettbewerb hart ist. Sie haben verstanden, dass man für eine erfolgreiche Karriere der Beste in seinem Fach sein muss. Diese jungen Leute bringen alles mit, um Einsätze im Außendienst auf ein ganz neues Leistungsniveau zu befördern. Sie sind von den neuen Technologien begeistert, sie am einen ausgeprägten Sinn für Professionalität und wollen sich schnell weiterentwickeln.
 
Um die besten Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie die jungen Techniker auf der einen Seite an den Beruf heranführen, ihnen auf der anderen Seite aber genug Spielraum lassen, um ihre eigenen Vorstellungen einzubringen, vor allem in der Beziehung zu den Kunden. Die Generation Y liebt es, neue Ideen und Abläufe vorzuschlagen. Stellen Sie sich nicht dagegen. Im Gegenteil, bleiben Sie offen für ihre Vorschläge. Dann können Sie wertvolle Wettbewerbsvorteile gegenüber Ihren Wettbewerbern gewinnen.
 

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Zum Autor

Kieran Le Peron ist Direktor für Marketing und Kommunikation bei Praxedo, dem Marktführer für Software zur Einsatz- und Tourenplanung für Außendiensttechniker. Er ist auf Content Branding spezialisiert und für den Praxedo-Blog rund ums Thema Einsatzplanung im Außendienst verantwortlich.

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